Von Partnern und Unterstützern:
Die Anfänge von Hapke Original Restauration
Eine Vision wird wahr
Anfänge erfordern Mut und Entschlossenheit – und Unterstützung von Menschen, die an unsere Ideen glauben. Aus einer solchen Situation ist unser Unternehmen Hapke Original Restauration entstanden: Hartmut Abl ist ein Kunde der ersten Stunde. Wir haben ihn und seine Porsche 356-Sammlung in Viborg, Dänemark, besucht und über die Anfänge gesprochen.
Der Porsche 356, das erste Serienmodell des längst legendär gewordenen Autobauers, kann heute noch von den Anfängen einer bedeutenden Marke erzählen. Der Wagen, von dem Ferry Porsche träumte, den er aber nicht finden konnte, als er sich umschaute. Ein Fahrzeug, dessen Karosserie in hingebungsvoller Handarbeit entstand und das den Grundstein für alles legte, das noch kommen sollte. Manchmal ist es kurios, welche biographischen Parallelen sich auftun, wenn man nur genau hinschaut.
Auch unser Restaurationsbetrieb war ein lang gehegter Traum, an dem Gründer und Geschäftsführer Marcel Hapke stets festgehalten hat und an den er immer glaubte. Überzeugung und Durchhaltevermögen sind aber nicht alles, was es braucht: Wir müssen uns auch auf andere verlassen können, auf Menschen, die unsere Vision teilen, unser Potenzial erkennen und ihr Wort halten. Hartmut Abl ist ein solcher Mensch.
Aber fangen wir von vorne an.
Ein Porsche 356 SC Coupe
brachte neue Perspektiven
Etwa 2015 lernte Marcel Hartmut Abl kennen. Wohl kein anderer Mensch hat mehr dazu beigetragen, dass es diesen Beitrag nun auf der Website von Hapke Original Restauration zu lesen gibt.
Hartmut Abl verbrachte seine Jugend in Hamburg und war für die NATO in Dänemark stationiert. Nach der Zeit bei der NATO war er in Dänemark unternehmerisch tätig und lernte auch die Frau kennen, mit der er seit nunmehr knapp 50 Jahren zusammen ist. Neben der Liebe zu seiner Partnerin und seiner Arbeit war da aber noch etwas, das Hartmut Abl zutiefst bewegte: „Ich habe mich schon immer, schon als kleiner Schuljunge, für Porsche begeistert“, erinnert sich Abl heute. „Interessanterweise waren dabei die 356er für mich immer anziehender als die 911er. Diese Form, diese minimalistische Gestaltung, der Klang – das hat mich immer begeistert, von Anfang an.“
Diese Begeisterung führte dazu, dass Abl schon früh anfing, Fahrzeuge zu sammeln. „Ich hatte das Privileg, dass ich schon mit 21 Jahren meinen ersten Porsche fahren konnte. Das war allerdings damals noch kein historischer Porsche, sondern ein 914er.“
Abls erster 356er war ein Porsche 356 SC Coupe in der Farbe Ruby Red. „Das war mein Tagesauto, das ich in den 1970er-Jahren gekauft hatte. Ich fuhr diesen 356er jeden Tag, auch im Winter, auch durch Schnee, Eis – und Salz. Der Wagen hatte also irgendwann entsprechende Roststellen und deshalb suchte ich jemanden, der ihn restaurieren konnte. Das Auto war schließlich mein täglicher Begleiter, es war mir ans Herz gewachsen, sozusagen ein Familienmitglied“, erinnert sich der Unternehmer zurück.
Hartmut Abl:
„Das ist der Mann, der diese Aufgabe übernehmen kann.“
Mit Hackenberg Restaurierungen kannte Abl einen Restaurationsbetrieb, der solche Arbeiten übernehmen konnte. „Die Arbeit dort war immer 1A, allerdings hatte ich keinen persönlichen Bezug zu Herrn Hackenberg herstellen können. Ich wusste damals noch nicht, dass es in dem Betrieb einen Karosseriebaumeister namens Marcel Hapke gab. Ein gemeinsamer Bekannter aus Leverkusen arrangierte dann aber ein Treffen – und nach einer halben Stunde im Gespräch war ich überzeugt: Das ist mein Mann. Das ist der Mann, der diese Aufgabe am Auto meines Herzens übernehmen kann.“
Originalität, der Fokus auf Originalsubstanz, sei für Abl immer das Wichtigste gewesen, sagt der Wahldäne heute. Dafür musste er allerdings auch erst ein paar negative Erfahrungen machen: „Diese Restaurierungen – oftmals in ungenügender Qualität ausgeführt, oft total verhunzt, eher repariert und zugespachtelt als restauriert. Und das konnte man dann auch immer erst sehen, wenn man den Lack runtergenommen hat. Das waren Erlebnisse, nach denen ich mir gedacht habe: Niemals ein restauriertes Auto kaufen, es sei denn, du weißt, wer es restauriert hat.“
Hartmut Abl erkannte in Marcel Hapke jemanden, dem er diese Restaurierung, diese Hingabe an eine besondere Epoche mit ihrem ganz besonderen Automobilhandwerk, zutrauen konnte. Das wusste er bereits nach wenigen Minuten im Gespräch mit Marcel, sagt Abl. „Wir sind dann gemeinsam hingefahren, in die damalige, nennen wir es mal Werkstatt seines Vaters, irgendwo in einem kleinen Hinterhof. Das hat mich aber überhaupt nicht gestört, ich habe vor allem auf Marcels menschliche Qualitäten geachtet, auf seine Herangehensweise“, so Abl. „Da war vor allem seine Ehrlichkeit. Ich habe das Auto einfach sofort dort gelassen. Ich war mir hundertprozentig sicher, dass er das richtig machen würde. Das Resultat war und ist perfekt und der Wagen steht noch heute in meiner Garage. Ich besitze ihn seit über 40 Jahren.“
Wenn Sie Hapke Original Restauration in drei Worten beschreiben müssten, welche wären das?
Zweifellos: Immer wieder.
Hartmut Abl hat eine wachsende Fahrzeugsammlung mit zahlreichen 356 Carrera Modellen und auch einigen Carrera 904 Exponaten, darunter eines, dessen Erstbesitzer ein gewisser Mr. Robert Redford war. Diese Sammlung erweiterte Abl um einen weiteren Porsche 356 Speedster. Bei diesem Fahrzeug versuchte sein Mechaniker in Dänemark, den Unternehmer von einer Restaurierung zu überzeugen.
„‚Das kann ich!‘, hat mein Mechaniker damals gesagt. Nur: Er konnte das letztlich nicht. Das Fahrzeug war komplett demontiert und teilweise auseinandergeschnitten – der Boden war raus“ – erzählte uns Hartmut Abl beim Besuch in Viborg.
„Ich rief dann Marcel an und bat ihn, nach Dänemark zu kommen und sich ‚den Zustand‘ mal anzuschauen. Marcel kam dann prompt, lieferte mein ‚Ruby-Coupe‘ an und nahm den Speedster mit zu sich nach Deutschland. Wie sich durch Recherchen während der Restauration herhausgestellt hat, ist es ganz besonderer Speedster, mit zahlreichen Renneinsätzen. Bruce Jennings hatte gemeinsam mit Earl Wenger auf diesem Fahrzeug viele Rennerfolge gesammelt. Kurz gesagt: Auch den Jennings Speedster hat Marcel hervorragend restauriert – ein Meisterwerk!“
Überhaupt gebe es immer wieder Restaurierungsfirmen, die sagen, dass sie solche Arbeiten an historisch bedeutenden Fahrzeugen übernehmen können, meint Abl. „Und je genauer du hinschaust, desto eher merkst du, dass sie vor allem glauben, dass sie es können. Oft steckt aber keine Qualität dahinter.“ Marcels Restaurierungen seien im Vergleich zu vielen dieser Firmen nicht billig – „das müssen sie aber nicht sein“, meint Abl. „Dafür sind seine Restaurierungen aber einfach exzellent. Wenn man hingegen versucht, Geld zu sparen, ist das meiner Meinung nach ein Fehler. Ein Fehler, der wie ein Bumerang immer wieder zurückkommt.“
Wie aus einem Zufall
eine langjährige Freundschaft wird
Die Aufträge, mit denen Abl sich ab diesem Zeitpunkt regelmäßig an Marcel Hapke wendete, sorgten dafür, dass der junge Gründer die Auftragssicherheit hatte, die man für den Start in die Selbstständigkeit benötigt. 2015 gründete Marcel seinen Restaurierungsbetrieb Hapke Original Restauration. Mit Hartmut Abl verbindet ihn bis heute eine vertrauensvolle, langjährige Freundschaft – über Landesgrenzen hinweg.
„Marcel und ich sind laufend im Kontakt. Ich verfolge seine Arbeit auch näher, als Marcel vielleicht denkt“, verrät Abl. „Und ich sehe mit großer Freude, dass er seine Nische für besondere Sammelfahrzeuge und damit für die Markenbotschafter der frühen Jahre von Porsche, Mercedes, Ferrari, Maserati, Lancia et cetera weiter verfolgt – das zeichnet ihn aus. Ich bin davon überzeugt, dass Marcel jede Karosserie restaurieren kann.“
